Als lernende Organisation im Sinne von Peter M. Senge werden Organisationen bezeichnet, die innovationsorientiert sind, die Veränderungen in den für sie relevanten Umfeldern aufnehmen und die ihre Organisation beständig weiterentwickeln.
Eine lernende Organisation ist ein Ort, an dem Menschen kontinuierlich entdecken, dass sie ihre Realität selbst erschaffen und dass sie sie verändern können.
Lernen bedeutet
- Umdenken
- neue Fähigkeiten erwerben
- die Welt und unsere Beziehungen zu ihr mit neuen Augen sehen
- kreative Kraft entfalten
- teilnehmen an einem lebendigen Schöpfungsprozess
Die 5 Disziplinen der lernenden Organisation
Das Change Management zur Entwicklung und zum Erhalt einer lernenden Organisation gründet auf den fünf verschiedene Disziplinen: 1. gemeinsame Vision, 2. Mentale Modelle, 3. Team Lernen, 4. Persönlichkeitsentwicklung, die gleichermaßen zu fördern sind und mit den Inhalten und Methoden des 5. Systemdenkens verknüpft werden.
Die wesentlichen Merkmale des Modells der Lernenden Organisation
1. Eine gemeinsame Vision entwickeln
- eine Idee entwickeln, die alle teilen
- das Gefühl für eine gemeinsame Bestimmung wecken
- gemeinsame Zukunftsbilder entwickeln oder freilegen
- echtes Engagement und wirkliche Teilnehmerschaft fördern
2. Mentale Modelle finden
- persönliche innere Bilder aufdecken: tief verwurzelte Annahmen, Verallgemeinerungen, Bilder, und Symbole (organisatorischer Eisberg)
- feststellen, wie sie unsere Wahrnehmung und unser Verhalten lenken
- innere Widersprüche zu Zielen und Visionen erkennen
- in offenen Gesprächen erkunden und plädieren und andere Gedanken und Einflüsse zulassen und aufnehmen – dialogfähig werden
3. Team-Lernen fördern
- die Intelligenz des Teams überschreitet bei weitem die der einzelnen Mitglieder – das Team lernt
- das Team erzielt herausragende Ergebnisse
- die einzelnen Mitglieder entwickeln sich schneller
- gemeinsames Denken im Dialog
4. Persönlichkeitsentwicklung und Selbstführung ausbauen – Personal Mastery
- die eigenen Fähigkeiten weiterentwickeln
- In jedem Projekt bewusst dazu lernen
- Bündeln der eigenen Energien
- Wahrnehmung schärfen und Gegebenheiten annehmen
5. Systemdenken kultivieren
- verknüpft die Disziplinen zu einer ganzheitlichen Theorie und Praxis
- betrachten von ganzen Systemen und Systemzusammenhängen zwischen Systemen und Untersystemen
#Aus unserer Praxis!
Das Modell der lernenden Organisation wird zunehmend als Schlüsselkonzept verstanden, um in einer dynamischen Umwelt wettbewerbsfähig zu bleiben. Es verdeutlicht, dass es nicht ausreicht, lediglich auf Veränderungen zu reagieren oder sich nur anzupassen. Vielmehr muss eine Organisation kontinuierlich mit ihrer Umwelt mitwachsen, Wissen aufnehmen und dieses innerhalb der gesamten Organisation vermitteln.
Die Mitarbeitenden lernen
Der Begriff lernende Organisation impliziert, dass das Lernen über die Mitarbeitenden stattfindet und nicht durch die Organisation selbst.
Die Vision im Zentrum – Mentale Modelle hinterfragen.
Bedeutsam im Modell Lernende Organisation ist dazu, dass die Vision für jede Organisation in den Mittelpunkt gestellt wird. Zugleich wird mit dem Begriff der Mentalen Modelle aber auch gefragt, welche Annahmen unterstützen die eigene Vision und welche behindern sie ggf. auch?
Abwehrroutinen
In jeder Organisation gibt es Annahmen, die die eigentliche Zielsetzung immer wieder konterkarieren. Sie werden auch Abwehrroutinen genannt. Abwehrroutinen sind unbewusste Abwehrmechanismen, die quasi automatisch ablaufen. Diese Abwehrroutinen sind normal, aber solange sie nicht entdeckt und reflektiert werden, haben sie eine bedeutsame Macht und behindern letztlich die Zielerreichung.
Unser Praxisbeispiel – lernende Organisation
Mit dem Modell lernende Organisation führen wir Evaluationen von Führungskräfte-Professionalisierungen durch und planen Changeprozesse.